Die Tasse für die Frau

Hallo liebe Frauen, ich, MamaEins, hatte vor gar nicht allzu langer Zeit mal etwas über Menstruationstassen gehört. Jetzt fragt ihr euch sicherlich, über was?!? Ja, genauso habe ich auch reagiert, war aber neugierig was das ist.

Eine Menstruationstasse, man kann auch Menstruationsbecher oder Menstruationskappe sagen ist ein weicher flexibler trichterförmiger Becher. Sie besteht aus elastischem Silikon oder Latex. Sie ist für die Regelblutung der Frau anstelle von Tampon oder Binde. Sie wird wie ein Tampon in die Scheide eingeführt. Tampons saugen die Regelblutung ja nur auf und verursachen somit gern eine trockne Scheide, die Tasse liegt um den Muttermund und fängt die Blutung auf.
Außerdem ist sie gut für die Umwelt (über meine Umweltbilanz werde ich noch öfter berichten) da man sie immer wieder verwenden kann. Es gibt sie in unterschiedlichsten Formen und mehreren Größen. Man soll damit sogar Sport machen können.

Wie schon gesagt wollte ich vor einiger Zeit auch eine Tasse kaufen und probieren, bin allerdings an dem großen Angebot im WWW verzweifelt und habe es erst einmal wieder auf Eis gelegt. Bis zum letzten Weihnachten. Ich habe meiner Schwester davon erzählt, dass ich so etwas einmal ausprobieren will. Da sagte sie ganz trocken: Kannst meine haben. Ich war perplex, meine Schwester hatte schon eine und ich nicht? Dann kam sie allerdings damit rüber, dass sie damit nicht klar gekommen ist und sie bei ihr sowieso nur rum liegt. Gesagt getan, die Tasse war meine. Zu Hause habe ich sie dann kurz in den Steri-Beutel geschmissen (haben wir immernoch für die Schnuller des kleinen Mannes) und sie war einsatzbereit.

image
Nun musste ich auf meine Regel warten. Die kommt eigentlich immer recht pünktlich und zuverlässig, so war es auch. Einen Tag vorher probierte ich schon mal „trocken“ wie ich sie einführen muss, aber… Es klappte nicht! Sie war immer wieder irgendwie verdreht, oder hatte sich nicht entfaltet oder lag nicht um den Muttermund. Wie blöd. Ich war völlig entnervt. Auch mehrmaliges rausholen und wieder einsetzen brachte nicht den Erfolg, also ließ ich es bleiben. Jetzt wusste ich was meine Schwester meinte.
Am darauffolgenden Tag begann meine Regel, aber ich hatte Sport. Jetzt ausprobieren, wo die Tasse gestern doch so gar nicht saß? Nee, Tampon rein und fertig.
Neuer Tag neuer Versuch. Ich stellte mir extra den Wecker 5 min früher um mehr Zeit zu haben die Tasse in Ruhe einführen zu können. Am Abend vorher hatte ich mich im WWW noch schlau gemacht, welche Methoden es gibt die Tasse zu „falten“. Auf dieser Seite bin ich auf eine Videoanleitung gestoßen. Das Video ist zwar auf englisch, hat mir allerdings gut geholfen. Dort kann man alles über Menstruationstassen erfahren – eine sehr gute Seite. Ich entschied mich für die Technik „Dreieckfaltung“. Entspannt saß ich auf Klo und zack war die Tasse eingeführt. Aber sie entfaltete sich wieder nicht, also habe ich – wie in der Anleitung – am Rand etwas gedrückt, die Tasse etwas hin und her gezogen und gedreht… Es passierte… ? Nichts! Oh man, wie blöd. Einen Versuch gab ich der Tasse und mir noch. Ich tastete nach meinem Muttermund, der war ja noch gar nicht umschlossen von der Tasse, also, Tasse nach vorn ziehen, etwas drücken und… Sie saß! Juchuu, ich freute mich. Zu Sicherheit habe ich dennoch eine Slipeinlage in die Hose gelegt. Dann war alles wie immer, zähe putzen, waschen, anziehen, los zur Arbeit. Beim gehen „kitzelte“ es etwas, ein bisschen so, als ob der Tampon voll ist und raus will. Das ignorierte ich. Ebenso beim sitzen fühlte es sich an, als ob da was aus mir raus wollte.
Und hier bin ich nun, auf dem Weg zur Arbeit mit einer Menstruationstasse. Es fühlt sich immer noch so an, als ob die Tasse raus will. Vielleicht habe ich sie nicht tief genug eingeführt? Oder sie ist zu lang für mich? Wenn ich meinen Beckenboden bis zur dritten Schicht anspanne und dann wieder entspanne, merke ich wie die Tasse etwas nach unten „rutscht“. Vielleicht ist das ja doch die richtige Position, wo sie gut sitzt und man muss sich an das Gefühl, dass da was ist, gewöhnen… Oder ich merke das Anfassstückchen das zum Entfernen der Tasse benutzt wird? Aktuell kann ich mir nicht vorstellen, damit Sport zu treiben.
Jetzt nach 2,5 Stunden habe ich beim Husten dass Gefühl, dass ich die Tasse „raushuste“.
Nach Ca 5 Stunden habe ich die Tasse sehr einfach entfernen können, es war auch gar nicht sooo ein Geschmiere wie ich gedacht hatte. Also, den Inhalt ins Klo gekippt, Tasse mit warmen Wasser gereinigt und wieder rein, was sich wieder als recht schwierig aber schnell lösbar gestaltete. Nun ist zwar wieder das Gefühl da, dass da was kitzelt, aber ich denke wirklich das ist das Ende zum rausziehen.
Nach einiger Zeit kitzelt es sich nicht mehr. Ich denke die Tasse muss sich auch erst einmal richtig „legen“.
Wieder 5 Stunden später habe ich die Tasse erneut entleert. Das Einsetzen ging schon besser ich glaube hier macht Übung den Meister. Und ich die habe festgestellt dass wenn man nasse Hände hat es besser geht.
Fazit erster Tag: sehr sehr cool

Ich werde weiter berichten, eure MamaEins

Advertisements

Ein Gedanke zu “Die Tasse für die Frau

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s